Ein beim Züchter gut geprägter Welpe wird in der Regel sehr schnell stubenrein, wenn man mit ihm nach dem Füttern oder bei auffälligem Schnüffeln am Boden ins Freie geht. Den Umstand ausnutzend, dass kein Tier seinen unmittelbaren Liegeplatz verschmutzen will, 

kann auch die Verwendung einer verschließbaren Hundebox, z.B. für die Nacht, hilfreich sein. Gewöhnung ans Auto fahren, den Führer suchen und schon mal zurückfinden sind weitere Aufgaben für den Welpen. Schon bald kann er an das Halsband gewöhnt werden und schnell wird er Gehen an der Leine erlernen, wenn er damit einen Spaziergang verbindet. Kurze Futterschleppen im Garten lehren den Hund, Futter und damit Beute zu suchen. Nun soll er auch möglichst viele Eindrücke im Revier erhalten: Er soll Spuren und Fährten bewinden dürfen, bei warmem Wetter das Wasser erleben und alle Arten von Feder- und Haarwild, Decken und Bälge kennenlernen. Ebenso muss sich der Junghund an Geräusche, auch an Schüsse aus einiger Entfernung gewöhnen.

Stubenreinheit


Die Prägephase nutzen
Wer annimmt, dass man bei einem Welpen nicht gleich mit der Erziehung anfangen, sondern dem Hundebaby erst mal eine "Schonfrist" gewähren sollte, der irrt. Genau das Gegenteil ist der Fall: am leichtesten lernt ein Junghund bis zu seiner 20. Lebenswoche, das ist die so genannte Prägephase. Mit der Grunderziehung beginnen Sie deshalb am besten schon wenige Tage nach der Ankunft des kleinen Vierbeiners. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung ist, dass Sie Geduld zeigen und Ruhe bewahren, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Das Hundebaby zu bestrafen, ist absolut tabu!

Die „gefährlichen“ Zeitpunkte
Damit der Welpe stubenrein wird, müssen Sie ihn in der ersten Zeit ganz genau beobachten. Das Ziel ist, ihn nach draußen zu bringen, wenn er "muss" und zwar bevor er sich zu Hause erleichtert. "Gefährliche" Zeitpunkte sind nach dem Fressen und nach dem Aufwachen, auch Spielen schlägt bei Welpen meist auf die Blase. Außerdem urinieren junge Hunde noch sehr oft, also gehen Sie lieber öfter. Wenn er in der Wohnung unruhig wirkt und anfängt, intensiv zu schnuppern, sollten Sie sich beeilen. Löst er sich im Freien, ausgiebig loben! Sicherlich wird trotzdem ab und zu ein Malheur im Haus passieren. Schimpfen Sie Ihren Welpen dann aber nicht. Ermahnen Sie ihn höchstens mit einem "Nein" und tragen Sie ihn trotzdem noch rasch hinaus. Löst er sich dort noch Mal, loben Sie ihn wieder sehr. Damit er nachts möglichst durchschläft, gehen Sie vor dem Schlafen noch einmal mit ihm hinaus.